Die neue Fahrsaison steht vor der Tür! Zeit, um das Boot aus dem Winterlager zu holen und mit den Vorbereitungen für das Frühjahr zu beginnen. Denn wenn der Frühling kommt, will man nur noch eins: aufs Wasser. Doch auf was sollte man achten, wenn man sich auf die neue Bootssaison vorbereitet?

Machen Sie Ihr Boot mit unseren 10 Tipps fahrbereit!

1. Wartung des Motors

Nach einer kompletten Saison in der Halle oder an einem festen Liegeplatz ist es gut, den Motor Ihres Bootes nachzusehen. Viele Bootseigner entscheiden sich für eine große Wartung, bevor das Boot im Winter eingelagert wird. Clever, denn so spart man sich im Frühjahr eine Menge Arbeit. In diesem Fall wartet dann nur ein kleiner Checkup auf einen. Auf jeden Fall sollte man dann das Motoröl und die Filter wechseln. Kontrollieren Sie außerdem die Keilriemen und spannen Sie diese wieder. Außerdem ist es gut, ein Ersatzset Keilriemen an Bord zu haben. Lassen Sie auch einen Fachmann nach dem Impeller sehen, um die Kühlwasserzufuhr zum Motor sicherzustellen. Und natürlich ist auch ein Check-up von Kühlwasser, Ölstand und Akku notwendig.

2. Kontrolle der Wellenanlage

Die Wellenanlage ist äußerst anfällig für Bewuchs, vor allem dann, wenn Ihr Boot den Winter an einem festen Liegeplatz verbrachte. Obwohl der Bewuchs in Süßwasser etwas geringer ist als in Salzwasser, ist es dennoch immer sinnvoll, die Wellenanlage vor dem Fahren zu kontrollieren. Schauen Sie auch nach, ob die Wellenanlage zu viel Spielraum hat und ob die wassergeschmierten Lager in der Stopfbuchse noch funktionieren. Steht das Boot auf dem Trockenen? Dann haben Sie die Möglichkeit, alle herausnehmbaren Sensoren zu kontrollieren und mit neuem Silikonfett zu versehen.

3. Antifouling für den Schiffsrumpf

Algen, Muscheln und Schalentiere setzen sich während des Fahrens am Schiffsrumpf fest. Mit einem guten Antifouling schützen Sie den Schiffsrumpf gegen Bewuchs und Sie behalten während der Saison die Fahrtgeschwindigkeit. Bewuchs führt zudem zu einem höheren Kraftstoffverbrauch. Neben dem Schutz gegen Bewuchs sorgt eine Antifoulinglage auch für eine längere Lebensdauer Ihres Bootes. Das erhöht nicht nur das Fahrvergnügen, sondern auch den Wert Ihres Bootes. Überprüfen Sie daher vor jedem Saisonbeginn, ob Ihr Boot einen neuen Antifouling-Schutzfilm benötigt.

4. Wechseln Sie die Anoden

Die Anoden Ihres Bootes schützen die Metallstücke am Boot vor galvanischer Korrosion, die durch elektrische Ladung in der Wasserströmung entsteht. Die Anoden heißen nicht umsonst auch Opferanoden: Das minderwertigere Metall, aus dem Ihre Anoden gemacht sind, werden befallen – mit dem Ziel, dass der Rest Ihres Bootes geschützt bleibt. Man wechselt die Anoden, wenn mehr als die Hälfte verbraucht ist. Bis zu diesem Zeitpunkt ist es ausreichend, wenn die Anoden als Vorbereitung auf die neue Marine-Saison saubergebürstet werden.

5. Kontrollieren Sie Gas und Elektrik an Bord

Das Kontrollieren von Gas und Elektrik an Bord ist enorm wichtig. Daher sollten Sie sich dafür zu Saisonbeginn ausreichend Zeit nehmen. Überprüfen Sie alle elektrischen Anschlüsse und die Beleuchtung. Wechseln Sie alle zwei Jahre den Gasschlauch, auch wenn er keine Mängel aufweist. Rostige Stecker ersetzt man sofort, denn sonst droht Brandgefahr.

6. Achten Sie auf saubere und starke Schoten und Fallen

Bevor Sie aufs Wasser gehen, sollten Sie erst alle Schoten und Fallen überprüfen. Schließlich möchten Sie, dass während der Bootsfahrt alles reibungslos funktioniert. Ist alles noch in Ordnung, oder sind einige Schoten und Fallen beschädigt? Achten Sie darauf, dass auch alle Seile, die Sie benötigen, an Bord sind. Sind die Schoten in der letzten Saison schmutzig geworden? Reinigen Sie diese dann mit Seifenlauge oder waschen Sie sie mit niedriger Temperatur in der Waschmaschine.

7. Das Boot putzen und streichen

Wenn alle technischen Dinge erledigt sind, dann sind Muskeln gefragt: das Deck schrubben, den Rumpf reinigen und das Bootsinnere saubermachen. Muss das Boot wieder gestrichen werden? Achten Sie dann auf die Außentemperatur. Lackieren geht am besten bei einer Temperatur zwischen 15 und 25 Grad. Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht mehr als 85% betragen. Vielen Bootseignern ist es wichtig, noch schnell die Wasserlinie nachzuarbeiten. Das ist zwar nicht notwendig, sieht aber besser aus.

8. Überprüfen Sie die Sicherheitsausstattung an Bord

Bevor die Saison beginnt, sollte man nachprüfen, ob alle Rettungswesten noch auf ihrem Platz liegen und ob sie in einem guten Zustand sind. Wenn möglich, sollte man die Rettungswesten auch einmal aufblasen, um sie auf eventuelle Löcher zu kontrollieren. Dazu sollten Sie statt dem Mund eine Fahrradpumpe nehmen, denn sonst gelangt die Feuchtigkeit aus dem Atem in die Rettungsweste. Haben Sie eine Rettungsweste, die automatisch aufgeblasen wird? Wechseln Sie dann nach jedem Gebrauch die Salztablette und die Gaspatrone. Kontrollieren Sie auch das Haltbarkeitsdatum der Fackeln und Seenotraketen und achten Sie auch darauf, dass ein Feuerlöscher an Bord ist.

9. Kümmern Sie sich rechtzeitig um die Zulassungen

Brauchen Sie für Ihre Region eine Zulassung fürs Bootfahren? Oder nehmen Sie Ihr Boot mit in den Urlaub in eine andere Region? Kümmern Sie sich dann rechtzeitig um alle Zulassungen. Angeln Sie gerne während einer Bootstour? Achten Sie dann auf einen gültigen Angelschein.

10. Kontrollieren Sie Ihre Bootsversicherung

Passt Ihre aktuelle Bootsversicherung noch zu Ihrer derzeitigen Situation und zu Ihren Ansprüchen? Es ist immer gut, dies vor Saisonbeginn nachzuprüfen, sodass sich während der Fahrsaison keine unerwarteten Vorfälle ergeben. Auch wenn sich Ihre Situation nicht verändert hat, ist es gut, die Vertragsbedingungen vor Saisonbeginn zu kontrollieren. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es sich lohnt, um auf eine Bootsversicherung von Eerdmans Yachtversicherungen überzusteigen.