
Hund an Bord – 15 praktische Tipps für eine sichere und entspannte Bootstour
Immer mehr Wassersportler nehmen ihren Hund mit an Bord. Kein Wunder – für viele Hunde ist ein Tag auf dem Wasser genauso schön wie für ihre Besitzer. Damit die Bootsfahrt für Mensch und Tier entspannt verläuft, ist jedoch eine gute Vorbereitung wichtig. Ein schwankendes Deck, Sonne, Hitze und ungewohnte Situationen unterscheiden sich deutlich von einem Spaziergang im Park.
Mit den folgenden Tipps sorgen Sie dafür, dass Ihr Vierbeiner sicher und entspannt mit an Bord ist.
1. Gewöhnen Sie Ihren Hund langsam an das Boot
Nicht jeder Hund springt sofort begeistert an Bord. Lassen Sie ihn das Boot zunächst im Hafen in aller Ruhe kennenlernen. Loben Sie ruhiges Verhalten und beginnen Sie mit kurzen Fahrten. So gewinnt Ihr Hund Vertrauen.
2. Verwenden Sie eine gut sitzende Hundeschwimmweste
Auch Hunde, die gut schwimmen können, können durch Kälte, Strömung oder Erschöpfung in Schwierigkeiten geraten. Eine Hundeschwimmweste:
- sorgt für zusätzlichen Auftrieb;
- verfügt über einen Griff, um den Hund aus dem Wasser zu heben;
- besitzt häufig reflektierende Elemente für bessere Sichtbarkeit.
Vor allem auf größeren Gewässern ist eine Schwimmweste sehr empfehlenswert.
3. Nehmen Sie ausreichend Trinkwasser mit
An warmen Tagen trocknen Hunde schnell aus. Führen Sie deshalb immer genügend frisches Trinkwasser mit und lassen Sie Ihren Hund nicht aus Kanälen, Gräben oder stehenden Gewässern trinken. Dort können Blaualgen, Bakterien oder andere Schadstoffe vorkommen.
4. Schützen Sie Ihren Hund vor der Sonne
Auch Hunde können einen Sonnenbrand bekommen – besonders Tiere mit heller Nase oder dünnem Fell.
Sorgen Sie deshalb für:
- ausreichend Schatten;
- eine Kühlmatte oder ein feuchtes Handtuch;
- möglichst wenig direkte Sonneneinstrahlung während der Mittagsstunden.

5. Achten Sie auf Überhitzung
Ein Boot kann sich in der Sonne schnell aufheizen. Warnzeichen sind unter anderem:
- starkes Hecheln;
- Teilnahmslosigkeit;
- starkes Speicheln;
- Erbrechen;
- Unruhe.
Kühlen Sie Ihren Hund sofort und suchen Sie bei Bedarf einen Tierarzt auf.
6. Schaffen Sie einen festen Platz an Bord
Hunde fühlen sich wohler, wenn sie einen eigenen Platz haben. Eine rutschfeste Matte oder ein Hundekissen sorgt für Komfort und Sicherheit während der Fahrt.
7. Verhindern Sie Ausrutschen
Ein nasses Deck kann sehr glatt sein. Rutschfeste Matten oder Gummibeläge geben Ihrem Hund besseren Halt und verringern das Verletzungsrisiko.
8. Planen Sie regelmäßige Landgänge ein
Nicht jeder Hund erledigt sein Geschäft an Bord. Legen Sie deshalb regelmäßig an, damit Ihr Hund sich bewegen kann.Bei längeren Reisen kann auch eine Hundetoilette oder eine Kunstrasenmatte an Bord hilfreich sein.
9. Leinen Sie Ihren Hund in Häfen an
In Yachthäfen, Schleusen oder stark frequentierten Anlegestellen sollte Ihr Hund angeleint bleiben. So verhindern Sie, dass er sich erschrickt oder unerwartet ins Wasser springt.
10. Nehmen Sie ein Erste-Hilfe-Set für Hunde mit
Ein kleines Notfallset sollte Folgendes enthalten:
- Verbandmaterial;
- Zeckenzange;
- Desinfektionsmittel;
- Pinzette;
- Wundsalbe;
- Telefonnummern von Tierärzten entlang Ihrer Reiseroute.
11. Vorsicht bei Propeller und Motor
Lassen Sie Ihren Hund niemals ins Wasser springen oder herausklettern, solange der Motor läuft. Selbst im Leerlauf kann der Propeller lebensgefährlich sein.
12. Zecken- und Flohschutz nicht vergessen
Gerade bei Landgängen in der Natur kann Ihr Hund schnell Zecken aufnehmen. Kontrollieren Sie das Fell daher nach jedem Spaziergang gründlich.
13. Denken Sie an mögliche Seekrankheit
Auch Hunde können seekrank werden. Typische Anzeichen sind:
- häufiges Schlucken;
- Speicheln;
- Erbrechen;
- Müdigkeit oder Antriebslosigkeit.
Gewöhnen Sie Ihren Hund langsam an das Boot und sprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrem Tierarzt über geeignete Mittel gegen Reisekrankheit.
14. Behalten Sie das Wetter im Blick
Nicht nur für Sie, sondern auch für Ihren Hund. Bei starkem Wind, hohem Wellengang oder großer Hitze verschieben Sie Ihre Bootstour besser auf einen anderen Tag.
15. Nehmen Sie vertraute Dinge mit
Eine Lieblingsdecke, ein Spielzeug oder ein Kauknochen helfen Ihrem Hund, sich an Bord schneller wohlzufühlen. Gerade bei längeren Bootsurlauben macht das einen großen Unterschied.
Mit Hund ins Ausland?
Wenn Sie Ihren Hund mit ins Ausland nehmen möchten, informieren Sie sich rechtzeitig über die geltenden Einreisebestimmungen. Innerhalb der Europäischen Union gelten besondere Vorschriften, beispielsweise zum EU-Heimtierausweis, zur Kennzeichnung per Mikrochip und zur Tollwutimpfung.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website „Your Europe“: EU-Vorschriften für Reisen mit Haustieren und anderen Tieren in der EU – Your Europe
Haben Sie einen praktischen Tipp, wie sich Ihr Hund an Bord besonders wohlfühlt? Dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht an info@eerdmans.de.
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